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Ratgeber · Stand Juli 2026

Die Heizungsförderung sinkt. Was das jetzt für Hausbesitzer bedeutet.

Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Förderbedingungen – und alle sechs Monate wird weiter gekürzt. Wir erklären, was sich geändert hat, rechnen ein konkretes Beispiel durch und zeigen, warum sich die Wärmepumpe trotzdem rechnet. Gerade jetzt.

Was ist passiert?

Drei Änderungen, die Ihren Zuschuss betreffen

Die Bundesregierung hat die Förderung für effiziente Gebäude neu geordnet. Die KfW hat ihre Heizungsförderung für Privatpersonen (Programm 458) zum 21. Juli 2026 angepasst – und weitere Kürzungen sind bereits fest angelegt. Teile der Änderungen sind noch im parlamentarischen Verfahren; die Umstellung bei der KfW ist aber vollzogen.

01

Die anrechenbaren Kosten sinken

Bisher wurden bei einem Einfamilienhaus Kosten bis 30.000 Euro berücksichtigt. Jetzt sind es 28.000 Euro – und dieser Deckel sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um weitere 750 Euro.

02

Der Klimageschwindigkeitsbonus schrumpft

Der Bonus für den zügigen Austausch alter Öl- und Gasheizungen lag bei 20 Prozent. Er wurde auf 16 Prozent gesenkt – und sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um weitere 4 Prozentpunkte, bis er ausläuft.

03

Der Effizienzbonus für Wärmepumpen entfällt

Die zusätzlichen 5 Prozent für besonders effiziente Wärmepumpen wurden gestrichen. Die Grundförderung von 30 Prozent bleibt bestehen.

Welche Förderung gibt es?

Der neue Förder-Baukasten – und wer was bekommt

Die Förderung besteht aus Bausteinen, die sich addieren – aber jeder Baustein hat eigene Voraussetzungen. So setzt sich Ihr Zuschuss zusammen:

30 %

Grundförderung

Für jeden förderfähigen Heizungstausch im Bestandsgebäude (Bauantrag mindestens 5 Jahre alt) – unabhängig von Einkommen und Alter der Heizung. Die anrechenbaren Kosten sind auf 28.000 Euro gedeckelt.

+ 16 %

Klimageschwindigkeitsbonus

Beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung. Gas- und Biomasseheizungen müssen mindestens 20 Jahre alt sein. Nur für selbstnutzende Eigentümer – und der Bonus sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte.

+ bis 40 %

Einkommensbonus

Für selbstnutzende Eigentümer, gestaffelt nach dem zu versteuernden Haushalts-Jahreseinkommen – die genaue Staffel finden Sie in der Übersicht „Der Einkommensbonus im Detail“.

Der Einkommensbonus im Detail

Bis 30.000 € Jahreseinkommen+ 40 %
Bis 40.000 €+ 30 %
Bis 50.000 €+ 10 %

Familienzuschlag: Lebt ein minderjähriges Kind im Haushalt, werden einmalig 10.000 Euro vom anzusetzenden Einkommen abgezogen – alle Grenzen verschieben sich für Familien also um 10.000 Euro nach oben.

Alle Bausteine zusammen sind auf 80 Prozent der anrechenbaren Kosten gedeckelt – der höchstmögliche Zuschuss liegt damit aktuell bei 22.400 Euro.

Ausblick: Ab dem 1. Quartal 2027 ist ein Wertschöpfungsbonus von 15 Prozent für Wärmepumpen aus EU-Fertigung angekündigt – für außerhalb der EU gefertigte Geräte soll die Grundförderung dann auf 15 Prozent sinken. Konkrete Bedingungen dazu gibt es noch nicht, und es ist möglich, dass im Gegenzug andere Förderbausteine angepasst werden. Gut zu wissen: Die von uns verbauten Bosch-Wärmepumpen werden in Europa gefertigt.

Quelle: KfW, angekündigte Förderbedingungen zum 21.07.2026 (Programm 458, erste Wohneinheit). Der Effizienzbonus und der Emissionsminderungszuschlag entfallen. Stand: Juli 2026, Änderungen vorbehalten.

Beispielrechnung

Was heißt das in Euro?

Ein typisches Einfamilienhaus in Barnim: Die alte Gasheizung soll raus, eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe rein. Gesamtkosten inklusive Installation, Pufferspeicher und hydraulischem Abgleich: 32.000 Euro.

Wir rechnen bewusst ohne Einkommensbonus – so gilt das Beispiel unabhängig vom Einkommen; je nach Haushaltseinkommen kommen bis zu 40 Prozent obendrauf. Der enthaltene Klimabonus von 16 Prozent gilt beim Tausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung – Gasheizungen müssen dafür mindestens 20 Jahre alt sein. Was bei Ihrem Haus möglich ist, klären wir im Förder-Check.

Förderung nach den neuen Bedingungen

Gesamtkosten Wärmepumpe32.000 €
Davon förderfähig (Deckel)28.000 €
Grundförderung 30 % + Klimabonus 16 %46 %
Zuschuss von der KfW12.880 €
Ihr Eigenanteil19.120 €

Fast 13.000 Euro Zuschuss – immer noch erheblich. Aber er schmilzt ab jetzt in festen Schritten.

Die eigentliche Nachricht

Was Warten kostet

Der neue Fördermechanismus ist ein Countdown: Alle sechs Monate sinken der Kostendeckel und der Bonus. Für unser Beispielhaus mit 32.000 Euro Projektkosten heißt das:

Jetzt (ab 21.07.2026)
12.880 €
In 1 Jahr (Mitte 2027)
10.070 €
− 2.810 €
In 2 Jahren (Mitte 2028)
7.500 €
− 5.380 €
In 3 Jahren (Mitte 2029)
7.050 €
− 5.830 €

Wer drei Jahre wartet, verschenkt bei diesem Beispielprojekt rund 5.800 Euro Zuschuss – und heizt drei weitere Jahre mit der alten Gasheizung.

Rechnung auf Basis der zum 21.07.2026 angekündigten Förderbedingungen und der geplanten halbjährlichen Absenkungen, ohne Einkommensbonus. Änderungen im Gesetzgebungsverfahren vorbehalten. Stand: Juli 2026.

Lohnt sich das noch?

„Dann lohnt sich die Wärmepumpe ja gar nicht mehr“ – doch.

Die Förderung sinkt – aber die Gegenrechnung spricht eine klare Sprache. Drei Gründe, warum der Umstieg gerade jetzt Sinn ergibt:

01

Gas wird per Gesetz teurer – Jahr für Jahr

Der CO₂-Preis auf Öl und Gas ist gesetzlich festgelegt – und steigt: 2026 und 2027 gilt der staatliche Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne, ab 2028 übernimmt der europäische Emissionshandel (ETS 2) die Preisbildung am Markt. Die meisten Prognosen erwarten dann deutlich höhere Preise. Konkret: Ein typisches Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Gasverbrauch verursacht rund 4 Tonnen CO₂ im Jahr – das sind heute etwa 260 bis 310 Euro CO₂-Kosten jährlich. Konservativ gerechnet werden daraus ab 2028 rund 380 bis 480 Euro, bei den für 2030 erwarteten Preisen über 570 Euro – Jahr für Jahr, zusätzlich zum eigentlichen Gaspreis. Eine Wärmepumpe nimmt Sie dauerhaft aus dieser Rechnung heraus.

Gasheizung und steigende Kosten
02

Unabhängig von Krisen, die Sie nicht beeinflussen können

Wer 2022 einen Gasvertrag hatte, erinnert sich: Ein Krieg – und die Abschlagszahlung verdoppelte sich. Gaspreise hängen an Pipelines, Weltpolitik und Spekulation. Strom für Ihre Wärmepumpe erzeugen Sie dagegen zu einem großen Teil selbst: Mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach wird Ihre Heizung ein Stück weit unabhängig von allem, was draußen in der Welt passiert.

Entwicklung der Gaspreise 2021 bis 2023
03

Die Gesamtrechnung zählt – nicht nur der Zuschuss

Über 15 bis 20 Jahre Lebensdauer entscheiden die Betriebskosten – und da liegt die Wärmepumpe klar vorn. Unser Beispielhaus zahlt mit Gasheizung derzeit rund 2.320 Euro im Jahr fürs Heizen. Eine Wärmepumpe holt aus einer Kilowattstunde Strom das Drei- bis Vierfache an Wärme und kommt mit Wärmepumpentarif auf etwa 1.290 Euro. Liefert eine Photovoltaikanlage einen Teil des Stroms kostenlos vom eigenen Dach, sinken die Kosten auf rund 900 Euro – über 1.400 Euro Ersparnis, Jahr für Jahr. Und der Abstand wächst mit jedem Anstieg des CO₂-Preises. Wer wartet, verliert doppelt: erst beim Zuschuss, dann bei jeder Heizkostenabrechnung.

Heizkosten im Vergleich: Gasheizung, Wärmepumpe und Wärmepumpe mit Solaranlage
Wie geht es weiter?

Kostenloser Förder-Check für Ihr Haus

Wir prüfen, wie viel Zuschuss Ihnen nach den aktuellen Bedingungen zusteht – ehrlich und konkret für Ihr Haus. Wir bereiten alle Unterlagen vor und begleiten Sie Schritt für Schritt durch den Antrag, bis zur Auszahlung. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir komplett.

Für Eigenheimbesitzer im Umkreis von rund 50 km um Panketal – Berlin (Nord) und Brandenburg.

„Tolle zuverlässige Arbeit, sehr gute Qualität. Super Planung und Umsetzung auf kleinstem Raum.“

Michael H., Google-Bewertung

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Alle Angaben zu Förderhöhen und -bedingungen nach bestem Wissen, Stand Juli 2026. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Bedingungen der KfW (Programm 458). Die dargestellten künftigen Absenkungen basieren auf den veröffentlichten Eckpunkten der Bundesregierung; Änderungen im Gesetzgebungsverfahren sind möglich.