Der neue Förder-Baukasten – und wer was bekommt
Die Förderung besteht aus Bausteinen, die sich addieren – aber jeder Baustein hat eigene Voraussetzungen. So setzt sich Ihr Zuschuss zusammen:
Grundförderung
Für jeden förderfähigen Heizungstausch im Bestandsgebäude (Bauantrag mindestens 5 Jahre alt) – unabhängig von Einkommen und Alter der Heizung. Die anrechenbaren Kosten sind auf 28.000 Euro gedeckelt.
Klimageschwindigkeitsbonus
Beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung. Gas- und Biomasseheizungen müssen mindestens 20 Jahre alt sein. Nur für selbstnutzende Eigentümer – und der Bonus sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte.
Einkommensbonus
Für selbstnutzende Eigentümer, gestaffelt nach dem zu versteuernden Haushalts-Jahreseinkommen – die genaue Staffel finden Sie in der Übersicht „Der Einkommensbonus im Detail“.
Der Einkommensbonus im Detail
Familienzuschlag: Lebt ein minderjähriges Kind im Haushalt, werden einmalig 10.000 Euro vom anzusetzenden Einkommen abgezogen – alle Grenzen verschieben sich für Familien also um 10.000 Euro nach oben.
Alle Bausteine zusammen sind auf 80 Prozent der anrechenbaren Kosten gedeckelt – der höchstmögliche Zuschuss liegt damit aktuell bei 22.400 Euro.
Ausblick: Ab dem 1. Quartal 2027 ist ein Wertschöpfungsbonus von 15 Prozent für Wärmepumpen aus EU-Fertigung angekündigt – für außerhalb der EU gefertigte Geräte soll die Grundförderung dann auf 15 Prozent sinken. Konkrete Bedingungen dazu gibt es noch nicht, und es ist möglich, dass im Gegenzug andere Förderbausteine angepasst werden. Gut zu wissen: Die von uns verbauten Bosch-Wärmepumpen werden in Europa gefertigt.
Quelle: KfW, angekündigte Förderbedingungen zum 21.07.2026 (Programm 458, erste Wohneinheit). Der Effizienzbonus und der Emissionsminderungszuschlag entfallen. Stand: Juli 2026, Änderungen vorbehalten.
Was heißt das in Euro?
Ein typisches Einfamilienhaus in Barnim: Die alte Gasheizung soll raus, eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe rein. Gesamtkosten inklusive Installation, Pufferspeicher und hydraulischem Abgleich: 32.000 Euro.
Wir rechnen bewusst ohne Einkommensbonus – so gilt das Beispiel unabhängig vom Einkommen; je nach Haushaltseinkommen kommen bis zu 40 Prozent obendrauf. Der enthaltene Klimabonus von 16 Prozent gilt beim Tausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung – Gasheizungen müssen dafür mindestens 20 Jahre alt sein. Was bei Ihrem Haus möglich ist, klären wir in einem kostenlosen Beratungsgespräch.
Förderung nach den neuen Bedingungen
Fast 13.000 Euro Zuschuss – immer noch erheblich. Aber er schmilzt ab jetzt in festen Schritten.
Was Warten kostet
Der neue Fördermechanismus ist ein Countdown: Alle sechs Monate sinken der Kostendeckel und der Bonus. Für unser Beispielhaus mit 32.000 Euro Projektkosten heißt das:
Wer drei Jahre wartet, verschenkt bei diesem Beispielprojekt rund 5.800 Euro Zuschuss – und heizt drei weitere Jahre mit der alten Gasheizung.
Rechnung auf Basis der zum 21.07.2026 angekündigten Förderbedingungen und der geplanten halbjährlichen Absenkungen, ohne Einkommensbonus. Änderungen im Gesetzgebungsverfahren vorbehalten. Stand: Juli 2026.
„Dann lohnt sich die Wärmepumpe ja gar nicht mehr“ – doch.
Die Förderung sinkt – aber die Gegenrechnung spricht eine klare Sprache. Drei Gründe, warum der Umstieg gerade jetzt Sinn ergibt:
Gas wird per Gesetz teurer – Jahr für Jahr
Der CO₂-Preis auf Öl und Gas ist gesetzlich festgelegt – und steigt: 2026 und 2027 gilt der staatliche Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne, ab 2028 übernimmt der europäische Emissionshandel (ETS 2) die Preisbildung am Markt. Die meisten Prognosen erwarten dann deutlich höhere Preise. Konkret: Ein typisches Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Gasverbrauch verursacht rund 4 Tonnen CO₂ im Jahr – das sind heute etwa 260 bis 310 Euro CO₂-Kosten jährlich. Konservativ gerechnet werden daraus ab 2028 rund 380 bis 480 Euro, bei den für 2030 erwarteten Preisen über 570 Euro – Jahr für Jahr, zusätzlich zum eigentlichen Gaspreis. Eine Wärmepumpe nimmt Sie dauerhaft aus dieser Rechnung heraus.
Unabhängig von Krisen, die Sie nicht beeinflussen können
Wer 2022 einen Gasvertrag hatte, erinnert sich: Ein Krieg – und die Abschlagszahlung verdoppelte sich. Gaspreise hängen an Pipelines, Weltpolitik und Spekulation. Strom für Ihre Wärmepumpe erzeugen Sie dagegen zu einem großen Teil selbst: Mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach wird Ihre Heizung ein Stück weit unabhängig von allem, was draußen in der Welt passiert.
Die Gesamtrechnung zählt – nicht nur der Zuschuss
Über 15 bis 20 Jahre Lebensdauer entscheiden die Betriebskosten – und da liegt die Wärmepumpe klar vorn. Unser Beispielhaus zahlt mit Gasheizung derzeit rund 2.320 Euro im Jahr fürs Heizen. Eine Wärmepumpe holt aus einer Kilowattstunde Strom das Drei- bis Vierfache an Wärme und kommt mit Wärmepumpentarif auf etwa 1.290 Euro. Liefert eine Photovoltaikanlage einen Teil des Stroms kostenlos vom eigenen Dach, sinken die Kosten auf rund 900 Euro – über 1.400 Euro Ersparnis, Jahr für Jahr. Und der Abstand wächst mit jedem Anstieg des CO₂-Preises. Wer wartet, verliert doppelt: erst beim Zuschuss, dann bei jeder Heizkostenabrechnung.
Bereit für deine Wärmepumpe?
Sichere dir jetzt die aktuelle Förderung – in einem kostenlosen Erstgespräch klären wir, was bei deinem Haus möglich ist.